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Fake Face?!

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“We are all just actors trying to control and manage our public image, we act based on how others might see us.”
Erving GoffmanFaces-blouse-Topshop-skirt-what-is-your-true-face-3a Fake Face?!
Have you ever noticed that you behave differently with your friends, your family, at a party or at work with your colleagues? In some situations you felt more like the ‚real‘ you and in others you were acting like a stranger. And do you feel that the imagine on of you on Social Media corresponds not 100% the reality? Why is this so? And why do we strive to wear different masques or faces depending with whom we interact?

There are many ways that people can influence our behavior, but perhaps one of the most important is that the presence of others seems to set up expectations. We do not expect people to behave randomly but to behave in certain ways in particular situations.  Each social establishment entails its own particular set of expectations about the “appropriate” way to behave. Such expectations can vary from group to group or situation to situation.

One way in which these expectations become apparent is when we look at the roles that people play in society. Social roles are the part people play as members of a social group. With each social role you adopt, your behavior changes to fit the expectations both you and others have of that role. As Goffman describes our behavior with a stage where we act according to the intended manuscript. It’s a role that we take in order to achieve the impression we want to have on other people. Therefore the created identity helps us to stimulate our behavior and actions.

Social Media in itself intensifies the divergence of the different roles we take. For Instagram we try to capture the perfect photo of our food, the most beautiful travel destinations or a selfie with perfect make up and the latest designer clothes (you get me). People just should see what we want them to see. We polish our outer appearance but do not want anyone to know the effort it took to reach that self-image (#nomakeup #wokeuplikethis). Is this only a Fake Face? Or does it still reveal something of our true self?

My honest note for last.

These pictures have been taken before Bali. At the moment I am in my last preparations for London and therefore also due to the cooler temperatures not anymore in the same summer mood 😉

What do you think about the different faces or roles you play depending on the situation or the people you interact? Do you want to show also only your „perfect“ side online?

Let me know!


Deutsch

Ist dir auch schon aufgefallen, dass du dich unterschiedlich verhältst, wenn du mit Freunden bist, der Familie oder an einer Party anders bist als bei der Arbeit mit deinen Arbeitskollegen? In manchen Situationen hast du dich eher wie dein „reales“ Ich gefühlt, während in anderen du dir wie ein Fremder vorgekommen bist.

Und hast du nicht auch oft das Gefühl, dass das Bild, welches du auf Social Media von dir hast, nicht 100% der Realität entspricht? Warum ist das so? Und warum versuchen wir verschiedene Masken oder Gesichter zu tragen, je nach dem mit wem wir interagieren?

Es gibt viele verschiedene Arten, wie Menschen unser eigenes Verhalten beeinflussen und ein zentraler Einfluss zeigt sich in den Erwartungen, welche nur schon durch die Präsenz einer anderen Person ausgelöst werden. Wir erwarten nicht, dass Menschen willkürlich und ungeplant handeln, sondern in spezifischen Situationen wird eine bestimmte Verhaltensweise vorausgesetzt. Jedes sogenannte soziale Establishment beinhaltet ein eigenes Set von Erwartungen, wie man sich „angebracht“ verhält.

Diese Erwartungen werden deutlich, wenn wir die unterschiedlichen Rollen der Menschen in der Gesellschaft betrachten. Soziale Rollen werden genutzt, um eine Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe zu signalisieren. Mit jeder adaptierten sozialen Rolle, verändern wir unser Verhalten, um den den eigenen und auch fremden Erwartungen für diese Rolle gerecht zu werden. Goffman vergleicht dieses Verhalten mit einer Theaterbühne, wo wir uns gemäss dem Manuskript verhalten. Mit dieser Rolle versuchen wir eine erwünschte Impression oder Eindruck bei anderen Menschen zu erreichen. Dahingehend hilft uns die dadurch kreierte Identität unser Verhalten und unsere Handlungen zu regulieren.

Social Media intensiviert die Divergenz der verschiedenen Rollen, die wir einnehmen noch zusätzlich. Oftmals versuchen wir für Instagram das perfekte Food-Foto, die schönsten Reisemomente, oder das Selfie mit perfektem Make Up oder den neuesten Designerstücken zu präsentieren. Wir veröffentlichen bewusst nur das, was wir den Mitmenschen zeigen möchten.  Das äussere Erscheinungsbild wird perfektioniert, aber gleichzeitig soll der dahinterliegende Aufwand für die Präsentation des makellosen Selbstbildes versteckt bleiben (#nomakeup #wokeuplikethis). Ist dies nur ein Fake Face, oder zeigen wir trotzdem etwas von unserem wahren Selbst?

Meine ehrliche Anmerkung zum Schluss.

Diese Bilder sind vor Bali aufgenommen worden. Im Moment beschäftige ich mich mit den letzten Vorbereitungen vor London und aufgrund der kühleren Temperaturen bin ich nicht mehr ganz so in Sommerstimmung 😉

Was denkst du zu den verschiedenen Rollen oder Gesichtern, welche wir je nach Situation einnehmen? Findest du das gut? Zeigst du oft auch nur deine beste Seite Online?

Blouse – Vivetta / Skirt – Topshop / Shoes – Kiomi

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8 Comments

  • Reply
    mei
    15. September 2017 at 15:58

    Cute outfit! I love that shirt 😉

    http://www.bigdreamerblog.com

  • Reply
    sara nena
    15. September 2017 at 16:25

    so nice and original shirt!!!

    http://7-sevendays.blogspot.it/

  • Reply
    Ricarda
    15. September 2017 at 19:37

    Erstmal finde ich dein Outfit echt total klasse, fast schon herbstlich irgendwie, könnte mir das auch gut mit Strumpfhose und Mantel vorstellen!

    Und ja, man stellt sich online schon anders dar, als offline, selbstverständlich. Aber bei uns ist das auf Instagram nicht anders, als auf dem Blog. Allerdings ist unser Blog auch eher ein Inspirationsmedium, wie eine schöne Zeitschrift, nur halt online, und nicht ein persönliches Tagebuch. Eher ein Tagebuch von Stil, Geschmack und Inspiration. Von da her wollen wir gar nicht über die Zahnschmerzen reden, außer, wir haben gute Tipps dagegen, oder über den nervigen Nachbarn. Das hat nichts mit unserem Blog zu tun, also reden wir da auch nicht drüber.

    Ich kann aber durchaus verstehen, wenn der Blog eher ein persönliches Tagebuch sein soll, dass es dann vielleicht fake wirkt, wenn man immer nur happy go lucky rumläuft. Keine Ahnung, kann schon sein, aber bei uns ist das anders.

    Ganz liebe Grüße und ein tolles Wochenende!

    Ricarda von CATS & DOGS: http://www.wie-hund-und-katze.com

    • michaelablog
      Reply
      michaelablog
      15. September 2017 at 23:15

      Liebe Ricarda,

      Vielen Lieben Dank für deine ehrliche Meinung. Ich finde es schön was du für einen Standpunkt einnimmst, und insbesondere darum bist du ein grosses Vorbild für mich.
      Denn nicht alle Blogs sind als Inspirationsmedium per se gestaltet, sondern es geht viel mehr darum die eigene Persönlichkeit mittels hegemonischem Konsum und Präsentation von Signalprodukten zu erhöhen. Aber ich sehe deine Sicht genauso 🙂

      Hab ein gutes Weekend <3

  • Reply
    Carmen
    16. September 2017 at 18:57

    So ein schöner Post Liebes! Es ist wirklich spannend, wie viele Gesichter man doch oft gegenüber von verschiedenen Personen zeigt. Trotzdem denke ich, dass man sich dabei nicht verstellen sollte. Klar bin ich gegenüber fremden Menschen nicht so offen wie zu meinen Freunden – doch ich finde es wichtig, immer sich selbst zu bleiben.
    Viel Spass in London!
    xx, Carmen – http://carmitive.com

    • michaelablog
      Reply
      michaelablog
      17. September 2017 at 18:20

      Da hast du vollkommen Recht liebe Carmen <3
      Dir wünsche ich auch einen guten Semesterstart 😉

      xx

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