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A Guide to Iran – 15 best places to visit in Iran

Iran? Bist du verrückt?! Du kannst doch nicht ernsthaft in den Iran reisen? Dies waren einige der Reaktionen, die ich von Leuten bekam, als ich ihnen sagte, dass ich alleine in den Iran reisen würde. Aber nein, ich bin nicht verrückt. Ich unternahm eine 10-tägige Reise und genoss jede Sekunde dieses einzigartigen Abenteuers.

Warum Iran? Und warum solltest auch du das Land als potentielles Reiseziel in Erwägung ziehen? Bilder auf Instagram und Pinterest versprachen farbenfrohe Moscheen, alte Gebäude,  atemberaubende Landschaften und es gibt 23 Weltkulturerbestätten, die auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes stehen. In diesen 10 Tagen bin ich von Teheran bis nach Shiraz gereist – es ist die klassische Touristenroute. Aber auf jeden Fall der beste Weg, um das schöne Land kennenzulernen. Darüber hinaus kannst du eine Vielzahl unterschiedlicher Klimas und Orte erleben.

Ich habe die ganze Reise mit iranfreetours gebucht und könnte mir keine bessere und reibungslosere Organisation und Erfahrung wünschen. Mostafa war mein Hauptansprechpartner und organisierte auch den Inlandflug und mein Visum (übrigens wird er sogar in lonelyplanet und als Nr. 1 Tourguide auf Tripadvisor erwähnt !!!) – so bist du in guten Händen. Dieser Artikel zeigt dir die Top 15 Plätze im Iran und der nächste Artikel wird sich besonders auf den praktischeren Teil konzentrieren – was du vorher wissen und organisieren solltest, um Überraschungen zu vermeiden.

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So aber nun lasst uns mit den schönsten Orten beginnen!

1. Golestan Palast (Teheran)

Der Golestan Palast ist in der Liste des UNESCO Welterbe eingetragen und eine der beliebtesten Attraktionen in Teheran und definitiv ein Muss im Iran. Er wurde ursprünglich im 16. Jahrhundert von Shah Abbas erbaut und später während der Qajar-Ära wieder aufgebaut. Ein Flügel des Palastes war nur den Frauen und Geliebten der Qajar-Könige gewidmet. Du wirst schon hier von der Schönheit persischer Kachelkunst überwältigt. Der Komplex ist riesig und voller wunderschöner Maulbeer- und Palmenbäume.

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2. Basar von Teheran

Der “Bazaar-e Bozorg-e Tehran» ist riesig (ungefähr 20 km2 groß) und definitiv ein Ort, den man in Teheran besuchen sollte. Es hat alles, was man sucht, sei es Kleidung, Kunsthandwerk, Restaurants, Schmuck, Teppiche und vieles mehr. Zu Beginn meiner Iran-Tour bin ich gerne durch die wunderschönen Torbögen geschlendert, während ich all das lokale Kunsthandwerk und Produkte bewunderte. Anders als bei türkischen Basaren, sind die Menschen nicht aufdringlich, sondern unglaublich respektvoll, aber immer offen für Gespräche.

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3. Qom

Qom ist ein historisches, religiöses Zentrum in der schiah-islamischen Welt, da es die Begräbnisstätte von Fātema Ma’suma ist, der Schwester von Imām ‚Alī Rezā (insgesamt gab es 12 Imame). Ihr Grab wurde in einen wunderschönen Schrein mit Goldkuppel verwandelt, der jedes Jahr von Tausenden von Pilgern besucht wird. Und anscheinend ist es die größte und teuerste goldene Kuppel. Qom ist die zweitwichtigste heiligste Stadt nach Mashhad für Pilgerreisende. Normalerweise ist es daher schwer überhaupt einen Parkplatz zu finden… Während Ramadan ist es jedoch leer und religiöse Menschen ziehen es vor, zu Hause zu bleiben und sich auszuruhen (das war zu meinem Vorteil).

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4. Tabatabaei House (Kashan)

Tabatabaei Haus ist eines der wertvollsten Häuser im Iran. Es ist ein Meisterwerk von Kashans Architektur, das sich in den Elementen der iranischen Architektur widerspiegelt. Das Haus befindet sich im historischen Stadtteil Sultan Amir Ahmad von Kashan.

Persische Architektur, einschließlich Stuckkunst, Spiegel und die Konstruktion, wurde den klimatischen Bedingungen der Region entsprechend erstellt. Die traditionellen Häuser wurden unterhalb des Straßenniveaus gebaut, damit das Material vor Ort für den Bau des Hauses verwendet werden kann und auch, weil es im heißen Klima unter der Erde viel kühler ist. Die riesigen alten Häuser gehörten in der Regel einem wohlhabenden Besitzer und von außen kann man sich die Schönheit kaum vorstellen. Traditionell wollten die Iraner den Reichtum nicht direkt nach außen zeigen, und von der Strasse sehen die Häuser alle gleich aus.

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5. Basar von Kashan

Von allen Basaren, die ich besucht habe, kann nichts mit der Schönheit des architektonischen Meisterwerks von Kashans Basar mithalten. Ich konnte meinen Augen nicht trauen, als ich die Decke sah. Es wurde aus vielen winzigen und blau leuchtenden Mosaiken erbaut und stammt aus dem 19. Jahrhundert, die Stätte ist aber seit fast 800 Jahren das Handelszentrum in Kashan. Als wir während der Mittagszeit gingen, war es ziemlich ruhig und die meisten Leute ruhten sich wegen der Hitze aus. Trotzdem sind die überdachten Basare großartig, um der sommerlichen Hitze zu entkommen und genauso haben wir es gemacht.

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6. Sultan Amir Ahmad Badehaus (Kashan)

Das Badehaus wurde im 16. Jahrhundert erbaut und dient heute eher als Touristenattraktion als dessen ursprünglicher Zweck. Das Ziel des Badehauses war nicht nur die Förderung der Sauberkeit, sondern es war auch ein Ort der Entspannung, der Diskussion und des Betens. Das Badehaus ist ein Prototyp eines modernen Spas und steht heute unter Denkmalschutz. Vergiss nicht, auf das Dach zu gehen – du hast einen wunderschönen Blick über die Altstadt von Kashan.

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7. Maranjab Wüste & Dasht-e Kavir Salzsee

Plane in Kashan unbedingt einen Ausflug in die Wüste und zum Salzsee ein. Maranjab ist eines der schönsten Wüstengebiete des Irans. Lange sandige Hügel, kleine „Rocky Mountains“ und endlose Ruhe. Da es im Mai drückend heiß war, machten wir uns erst gegen 16 Uhr auf den Weg in die Wüste und fuhren 45 Kilometer an einer Karawanserei vorbei und weiter zum Salzsee. Selbst wenn es spät war, war die Sonne so heiß und wir hatten Getränke und eine Wassermelone dabei, um uns mit Flüssigkeit zu versorgen. Ich war noch nie in der Wüste noch hatte ich einen Salzsee gesehen – es war ein unvergesslicher Höhepunkt meiner Iran-Reise. Was mich am meisten beeindruckte, war die Stille und die unmittelbare Präsenz, die ich fühlte, umgeben von Wind und Sand. Auf dem Rückweg kurz vor Sonnenuntergang trafen wir eine Gruppe von Kamelen an (die frei sind und normalerweise nachts zu ihrer Hütte zurückkehren) und fütterten sie mit unserer Wassermelonenschale. Wir kochten unser eigenes Abendessen in der Karawanserei, setzten uns ans Feuer und verbrachten Zeit mit den Einheimischen. Der Himmel war so klar und man konnte Millionen Sterne sehen. Einfach nur WOW!

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8. Abyaneh

Abyaneh ist eines der ältesten Dörfer im Iran. Das Dorf liegt auf dem Weg zwischen Kashan und Isfahan und ist buchstäblich ein lebendiges Museum. Trotz Jahrhunderten wechselnder Dynastien und Königreiche in Persien ist es für sein kulturelles Erbe, seine Traditionen und seine einzigartige Schönheit bekannt. Ich kann nur empfehlen, auf dem Hügel gegenüber des Dorfes zu wandern, um ein spektakuläres Panorama des 2500 Jahre alten Dorfes zu erhalten. Einige Iraner haben hier ihr Ferienhaus und kommen her, um sich zu entspannen und eine ruhige Zeit in den Bergen zu genießen.

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9. Sheikh Lotfallah Moschee (Isfahan)

Die Sheikh Lotfallah Moschee war eine private Kultstätte, in der eine islamische Schule untergebracht war. Die Innenausgestaltung ist wunderschön und bringt die Besucher ins Staunen und ist eine der meistfotografierten Sehenswürdigkeiten in Isfahan. An der Decke sieht man den Federschwanz eines Pfaus, der vom Licht geformt wurde, das durch die Kuppel sickert.

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10. Altstadt von Yadz

Die gesamte Altstadt von Yazd gleicht einem Labyrinth, das zu verschiedenen Vierteln und Straßen führt. Windfänger, Basare mit Geheimgängen entweder zum Untergrund oder zum Dach, und sogar wunderbar gebaute Moscheen, laden dich zum Erkunden ein. Ich bin mir sicher, dass du genauso wie ich, sofort erkennst, warum Yadz als UNESCO-Weltkulturerbe eingetragen ist. In jeder Gasse findest du einen unerwarteten Ort. Es war unbeschreiblich toll, mit einem einheimischen Führer herumzuspazieren und traditionelles Steinofenbrot zu bekommen und dann den Sonnenuntergang auf der berühmtesten Dachterrasse zu beobachten (tatsächlich hatten wir die ganze Dachterrasse wegen Ramadan nur für uns).

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11. Türme des Schweigens

Dies ist ein typischer Ort für einige der zoroastrischen Traditionen. Es ist eine alte Begräbnisstätte des zoroastrischen Kultes. Hier haben sie die Leichen der Toten platziert, damit Tiere und die Wetterbedingungen zur Zersetzung des Leichnams beitragen. Es gibt 7 Türme des Schweigens im Iran, die aus hygienischen Gründen weit außerhalb der Stadtmauern errichtet wurden. Heutzutage sind sie nicht mehr in Gebrauch, aber du kannst sie bis zur Spitze besuchen. In Yadz geniesst du einen herrlichen Blick über die ganze Stadt.

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12. Persepolis & Necropolis

Persepolis sollte unbedingt auf deiner Liste sein. Es war die Hauptstadt des Achämenidenreiches, das 518 v. Chr. von Darius I. gegründet wurde. Und ausserdem ist es ein idealer Zwischenstopp auf der Fahrt von Yazd nach Shiraz. Die heilige Stätte, rund 60 km von Shiraz entfernt, wurde auf einer Terrasse errichtet, wo der König einen eindrucksvollen Palastkomplex schuf, der von mesopotamischen Modellen inspiriert wurde. Hier empfing Darius der Große Beamte und Würdenträger aus den anderen Ländern. Bevor du die antike Welt verlässt, lege einen Halt in der atemberaubenden Naqsh-e Rostam oder Necropolis, dem Grabkomplex ein. Dort können 4 gewaltige Gräber besichtigt werden, die für Darius den Großen und seine Vorfahren errichtet wurden.

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13. Pinke Moschee

Dies ist wohl der „insta-tauglichste“ und meist gehypte Ort. Und glaub mir, selbst in der Nebensaison konnte ich meinen Augen kaum trauen, als ich die Touristenmenge sah. Während meiner gesamten Reise habe ich nie so viele Touristen gesehen (tatsächlich fühlte ich mich oft als Einzige;)). Trotzdem MUSST du die Moschee während deines Aufenthalts in Shiraz besuchen. Das Licht durch die bunten Fenster wirkt wie aus einem Märchen. Und auch der Innenhof ist mit all den bunten Fliesen sehr beeindruckend. Obwohl die pinke Moschee für die Qajar-Dynastie typisch ist, erstrahlt sie dank den bunten Fenstern wie ein Kaleidoskop. Eine wahrhaftige Traumwelt. Die beste Zeit für einen Besuch ist am frühen Morgen vor 11 Uhr, denn danach ist die Sonne zu hoch ist und die Magie der bunten Fenster  verschwindet.

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14. Pinker See – Maharloo See

Dieser See war in den letzten Jahren ausgetrocknet. Aufgrund der starken Regenfälle in letzter Zeit ist er jedoch wieder gut gefüllt. Wenn die Zeit es erlaubt, ist er einen Besuch wert. Der See liegt nur etwa 20 Minuten außerhalb von Shiraz und ist mit dem Auto leicht erreichbar. Der Maharloo See ist ein saisonaler See, der aufgrund des aktuellen Wasserstandes und des sich zu jeder Jahreszeit ändernden Salzgehalts unterschiedliche Farben aufweist. Der See ist reich an Kalium und anderen Salzen und färbt sich auch durch einen hohen Anteil an rosafarbenen Algen pink. Am besten sollte der See an einem wolkigen Tag besucht werden, da dann die Intensität des Pinks am intensivsten ist.

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15. Vakil Moschee

Nicht weit vom Vakil Basar entfernt und im selben Bezirk, ist die Vakil Moschee auch einer der Orte, die im Iran zu sehen sind. Diese Moschee stammt aus der Zeit von Karim Khan wie der Rest der Nachbarschaft und ist viel schlichter als die pinke Moschee, aber unglaublich schön. Also super gut mit dem Basar kombinierbar 🙂

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Ich könnte noch so viele tolle Orte  aufzählen. Dieser Beitrag ist jedoch schon länger als üblich, aber es gibt noch super viele tolle Orte. Zum Beispiel Noushabad Underground City, Fin Garten, Vakil Basar, Naïn oder Jame‘ Moschee.

Ich hoffe dich inspiriert zu haben, dieses wunderschöne Land auch zu bereisen. In einem nächsten Artikel möchte ich insbesondere auf Fragen zu Sicherheit, Essen, Kopftuch, beste Reisezeit und wichtige Vorbereitungen vor der Reise abdecken.

Was hat dir besonders gefallen? Was möchtest du unbedingt wissen? Ich freue mich auf jegliche Kommentare!

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